Kleintierzuchtverein Allmendingen Z342

Im September 1938 taten sich sieben Kaninchenzüchter zusammen und gründeten in Allmendingen den Kaninchenzuchtverein. Diese Züchter, die damlas zum Teil in Ehingen im Verein waren, traten in den Allmendinger Verein über. Deren Vorstand wurde Hans Christ. Die anderen sechs Gründungsmitglieder waren H. Epple, H. Schill, H. Maier, L. Schorr, A. Hertling und A. Lotter. Mit anwesend bei der Gründungsversammlung war der damalige Bürgermeister H. Pfitze. Diese Männer scharten 25 Mitglieder um sich und fingen an, Kaninchen zu züchten, sich regelmäßig zu Versammlungen zu treffen, um so den Verein weiter aufzubauen. 1940 wurde dem Verein vom Landesverband das Vereinstätozeichen Z342 zugeteilt, das heute noch unseren Tieren eintätowiert wird.

Außer Rassekaninchen züchten war der Kaninchenbraten natürlich ein begehrtes Gericht, da zu der damaligen Zeit Fleisch Mangelware war. Auch wurde jedes Jahr eine Weihnachtsfeier mit Hasenessen abgehalten, wozu die Soldaten, die Urlaub hatten oder verwundet zu Hause waren, eingeladen wurden. 1941 fand im Gasthaus zur "Schweiz" die erste Kaninchenschau statt, die ein Erfolg war.

Während diese schwierigen Zeit wuchs der Kaninchenzuchtverein immerhin auf 33 Mitglieder an. Bei der Hauptversammlung am 26. September 1943 übernahm der damalige Wirt vom Gasthof zur "Schweiz", Karl von Kellenbach, die Vereinsführung. da der Verein unter den Kriegswirren natürlich auch zu leiden hatte, trat ein bis 1948 währender Stillstand ein. Ab diesem Zeitpunkt ging die Vereinstätigkeit dann wieder weiter. Auch Alois Hertling leitete kurze Zeit den Verein.

Ab 1949 wurde der verein wieder von Hans Christ übernommen, der dieses Amt bis 1956 inne hatte. Von 1956 bis 1967 lagen die Geschicke des Vereins dann in der Hand von Ernst Bäuerle. In dieser langjährigen Vorstandstätigkeit wuchs der Verein auf über 60 Mitglieder an. Zum ersten Mal wurde nun in Allmendingen eine Kreiskaninchenschau durchgeführt. Diese fand vom 06. bis 08. Januar 1961 in der Turnhalle statt. 422 Tiere wurden damals zur Bewertung gestellt. Der Verein Allmendingen, der schon immer ein gutes Tiermaterial besaß, schnitt bei der Schau hervorragend ab. Am 25. März 1961 wurde im Gasthof zum "Mohren" eine Jugendgruppe ins Leben gerufen. Wohl auf Grund der Erkenntnis, dass der Verein ohne Jungend nicht existent sein kann. Bereits am 09. und 10. Januar 1965 fand in Allmendingen, unter Austellungsleiter Josef Knab, die 2. Kreiskaninchenschau im Saal der Bahnhofsgaststätte statt. Diese war mit 522 Kaninchen die bisher größte Ausstellung im Kreisverband Ulm überhaupt und wiederum ein voller Erfolg für den Allmendinger verein. Am 05. Januar 1967 stellte Vorstand Bäuerle aus beruflichen Günden sein Amt zur Verfügung. Bei dieser Generalversammlung wurde Josef Knab zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Unter seiner Führung und mit einem sehr guten Vorstands- und Ausschussteam begann der große Aufschwung im Verein. Am 24. Februar 1967 wurde der Verein, mit einer neuen Sparte (Geflügel), zum Kleintierzuchtverein umbenannt. Diese neue Sparte brachte auch viele neue Mitglieder. Bei der Kreisausstellung, die vom 05. bis 07. Januar 1968 in der Bahnhofsgaststätte stattfand, stellt der Verein zum ersten mal Geflügel zur Bewertung und zur Schau. Diese zusammengekoppelte Ausstellung brach alle bisherigen Rekorde. 610 Kaninchen und 100 Geflügel und Tauben wurden den Besuchern, die in große Anzahl kamen, zur Schau gestellt.

1968 war es auch, als zum ersten Mal an den Bau eineses Vereinsheimes gedacht wurde. Bis zum Baubeginn desselben vergingen, dann allerdings noch weitere 2 Jahre. 1970 wurde der Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichts Ehingen eingetragen.  

Im selben Jahr, am 28. und 29. November 1970, fand in Allmendingen die este Kreisgeflügelschau statt. Im April 1971 wurde mit dem ersten Bau des Vereinsheimes begonnen und bereits im September Einweihung gefeiert. Bei diesem bau, der nahezu komplett in Eigenleistung erstellt wurde, brachten zahlreiche Vereinsmitglieder über 2.000 freiwillige Arbeitsstunden als Eigeleistung ein.

Die Frauengruppe, die Kaninchenfelle zu schönen Pelzprodukten verarbeitet, wurde auch im Jahre 1971 ins Leben gerufen.

Ein Jahr später bereits gründete man die Sparte Vögel. Der ehmals kleine Kaninchenzuchtverein hatte sich nun zu einem fünf sparten umfassenden Kleintierzuchtverein entwickelt und sich entsprechend vergrößert. Für Vereinsausstellungen wurden nun auch das Vereinsheim zu klein und man dachte wieder ans Bauen. Im April 1975 wurde mit dem Vergrößerungsbau begonnen. Bei diesem zweiten Bauabschnitt leisteten viele Helfer über 4.000 freiwillige Arbeitsstunden, entsprechend der Vergrößerung, die vorgenommen wurde. Am 14. August 1976 erfolgte dann die Einweihung unseres neuen, schmucken Vereinsheimes, wie es sich uns auch heute noch präsentiert.

Vom 06. bis 08. Januar 1978 fand in Allmendingen wieder eine Kreiskaninchen- Ausstellung statt. Wegen der enormen Beschickung der Schau (739 Kaninchen, 40 Pelzprodukte) musste die Ausstellung in der alten Turnhalle und im Vereinsheim "Hasenstüble" abgehalten werden.

Im selben Jahr 1978, vom 09. bis 12. Juni, beging der Kleintierzuchtverein sien 40jähriges Bestehen.

Zusammen mit dem Schwäbisschen Albverein, der auf ein 85jähriges bestehen zurückblicken konnte, wurde dieses fest gebührend gefeiert.

Am 03. und 04. Januar 1981 folgte dann wiederum eine Kreisgeflügelschau, die erstmal in der neu erstellten Mehrzweckhalle stattfand. Diese schöne Festhalle bot nun auch den richtigen Rahmen für die gemischten Lokalschauen (Geflügel, kaninchen, Vögel), die inzwischen im Landesverband Beachtung finden.

Nach dem Besuch eines Kleintierzuchtvereins im Raum Stuttgart wurde die Idee geboren, ein Göckelesfest mit Hahnenwettkrähen ins Leben zu rufen. In der Tat umgesetzt wurde dies dann zum 1. Göckelsesfest vom 27. bis 28. August 1983. Damit wurde ein Fest geschaffen, das in Allmendingen inzwischen schon fast Tradition ist und 1989 zum 7. Mal stattfand. 1984 war dann wieder ein Austellungsjahr. Vom 06. bis 08. Januar fand die erste Doppelkreisschau in der Mehrzweckhalle statt. Mit 616 Nummern Geflügel und 772 Nummern Kaninchen wurde dies die größte Austellung die bisher in Allmendingen stattfand.

Nach jahrelangem unermüdlichen Einsatz für den Kleintierzuchtverein, den Josef Knab mit Tatkraft und Weitsicht zum bisherigen Höhepunkt führte, gab der langjähreige 1. Vorstand bei der Generalversammlung am 07. Alpril 1984 sein Amt ab. Bei dieser Versammlung wurde Hans Kürsammer junior zum 1. Vorsitzenden gewählt. Dieser hatte sein Amt bis zum 04. März 1988 inne, wo er es aus beruflichen Gründen abgegeben musste. Am 04. Mörz 1988 wurde dann Ernst Müller zum 1.Vorsitzenden gewählt. Vom 06. bis 08. Januar 1989 wurde die zweite Doppelkreisschau in der Mehrzweckhalle abgehalten. Mit insgesamt etwa 1.400 Tieren war die Austellung sehr gut bestückt. Bei der Generalversammlung amm 03. März 1989 im Vereinsheim "Hasenstüble" trat Ernst Müller als 1. Vorstand zurück.

Neuer 1. Vorsitzender wurde Hans Kürsammer junior. Verstärkt duch ein neugewähltes, junges Ausschussteam hofft der Verein, sein 50jähriges Jubiläum ohne große Probleme bewältigen zu können.

1992 wurden die Kastelruther Spatzen für 25.000 DM für das 10. Göckelesfest mit Festzelt verpflichtet. Vorstandswechsel 1993, ab jetzt Willi Knab. Bewirtung auf der Deutschen Taubenschau 1993 durch den Verein Allmendingen. Nach dieser Großveranstaltung war klar, dass die "Allmendinger" für solche Aufgaben herangezogen werden können. Anmerkung: Der frühe Kontakt zur Gastronomie, Schweiz-Mohren-Bahnhofgaststätte, legte den Grundstein.

Bewirtung auf Landesgeflügelschauen und auf der Nationalen 1997 folgte. Ab 1994 beteiligt sich der Verein beim Dorffest in der Gemeinde Allmendingen mit seinen Hähnchen. Die Kleintierausstellungen wurden ab 1996 immer umfangreicher ausgeschmückt. Wechselnde Motive und wechselnde Tierausstellungen haben den Verein Allmendingen dazu gebracht, was er heute ist, fest etabliert im Landesverband und in der Gemeinde.

Auf der vergangene Landesschau der Rassekaninchenzüchter 2008 im Ulm, war der Verein Allmendingen mit seiner Truppe, wieder beim Bewirten der Mitarbeiter und Besucher tatkräftig dabei.